Der westliche Landkreis Sorau

Herzlich Willkommen Heimatfreunde

Sie möchten den westlichen Kreis Sorau kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!

Publikationen über Pommern, Schlesien und Ostpreußen gibt es meines Wissens reichlich. Die Natur, die Landschaft und die Menschen, die bis zum Ende des II. Weltkrieges dort lebten, sind dokumentiert, sei es in Papierform oder als Fernsehdokumentationen.

Doch warum interessiert sich jemand für das kleine niederlausitzer Dorf  Niewerle und seine Umgebung? Noch dazu, wenn man selbst nicht dort geboren und aufgewachsen ist und diese Gegend erst seit Ende der 1960er Jahre kennt!

Wie meistens, gibt es auch in diesem Fall mehrere Gründe. Der wichtigste, meine Eltern wurden in Niewerle geboren. 1945 mussten sie ihre Heimat innerhalb weniger Minuten, ohne jegliches Hab und Gut, verlassen, um sich in der sowjetisch besetzten Zone, in Cottbus, wieder eine neue Existenz aufzubauen. 

Als ich dann vor einigen Jahren in Sachen meines Familienstammbaumes in verschiedenen Archiven zu recherchieren begann, fand ich - trotzdem 1945 viele Akten verloren gingen - noch eine erstaunliche Anzahl von Dokumenten zum Kreis Sorau und zum Heimatdorf meiner Eltern.  Bei meinen Nachforschungen fand ich keine besonders aufregenden Ereignisse, Höhe- und Tiefpunkte im alltäglichen Leben der Groß- und Urgroßeltern, beziehungsweise der anderen Einwohner des Niewerler Kirchspiels. Vor allem körperliche Arbeit, Freud und Leid und ein entbehrungsreiches Leben waren für die Handwerker, Kleinbauern und Gärtner dieser Gegend kennzeichnend.

Mir gelang es aber durch Befragen von Zeitzeugen viele Details  zusammenzutragen. Diese schon hochbetagten Menschen vertrauten mir ihre Tagebücher, eigene Lebensgeschichten und die ihrer Familien an. Viele Fotos und seltene Dokumente, auch kleine Dorfpläne, kamen so in meinen Besitz. Nur auf diese Art war es mir möglich, eine Zeit zu beschreiben, gar nachzuempfinden, die ich selbst nicht erlebt habe, da ich erst 1952 in Cottbus geboren wurde. 

Wertvolle Hilfe bei meinen Nachforschungen war das "Sorauer Heimatblatt", welches  seit 1952  in Westdeutschland monatlich erschien. Es wurde von dem Sorauer Günter Krause viele Jahrzehnte herausgegeben. Krause übergab im Dezember 2004 sein gesamtes Archiv dem Stadtarchiv Forst, wo Interessierte es einsehen können. Heute wird diese Zeitung als "Sorauer-Sommerfelder Hefte" weitergeführt und noch zweimal jährlich von Konrad Rumbaur herausgegeben. Nicht unerwähnt soll das umfangreiche Werk des niederlausitzer Historikers und Heimatforschers Dr. Rudolf Lehmann bleiben, welches eine weitere Grundlage für meine Nachforschungen bildete. Weitere Literatur/Internetadressen s. Kapitel Karten/Quellen.                                                                                                              

Doch die biologische Uhr tickt! Mehr als siebzig Jahre nach Kriegsende leben nicht mehr Viele aus dieser Erlebnis-Generation. Es ist also höchste Zeit, alle Daten, Fakten und Ereignisse für Nachgeborene zu dokumentieren. 

Einiges Wissenswerte, welches ich über die vergangenen zehn Jahre sammelte, möchte ich hier mit anderen interessierten Heimatfreunden und -forschern teilen.

Ein weiteres Anliegen von mir ist es, auf diese Weise an alle vertriebenen Deutschen zu erinnern, die 1945 ihre Heimat in der östlichen Niederlausitz verloren haben.

Mein Dank gilt den vielen Zeitzeugen, die es mir mit ihren Informationen ermöglicht haben, diese Web-Seite zu erstellen.

Ursula Balzer

Cottbus, im Februar 2019


 Die Vergangenheit ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

 Jean Paul (eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825)

  

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